A R T I K E L

Wie konnte es dazu kommen

 

dass Du da gelandet bist, in dieser Lage, in dieser Situation, in diesem Leben, in dieser Welt, wo es Dir nicht gut geht, wo Du Dich mit Deinem wahren Kern gar nicht selber erkennst, nicht – oder nur so ein bisschen - spürst?

 

Wenn wir in unserem Leben zurückschauen und ehrlich mit uns sind, werden wir feststellen, dass wahrscheinlich vieles nicht so gelaufen ist, wie es eigentlich hätte sein sollen – liebevoll – verbunden – sicher – geborgen.

 

Manchmal beginnt es schon vor der Geburt, wenn das kleine Wesen von seinen Eltern, seiner Mutter nicht erwünscht ist und dies schon im Mutterleib oder sogar im Moment seiner Inkarnation spüren muss.

 

Manche von uns erlebten eine traumatische Geburt, möglicherweise unter dramatischen Umständen, mit gesundheitlichen Komplikationen oder durch einen Kaiserschnitt. Manche wurden gleich nach ihrer Geburt von ihrer Mutter getrennt – und wenn es auch „nur ein paar Stunden“ waren. Manche mussten eine Zeit als Säugling alleine auf der Säuglingsstation oder der Frühchenstation, nur mit sporadischem Kontakt zur Mutter auskommen.

...oder wurden von ihrer Mutter weg gegeben. Oder die Mutter starb bei der Geburt.

 

Vielleicht hatten Deine Eltern keine oder zu wenig Zeit für Dich, waren überfordert mit ihrem eigenen Leben – und nun noch ein Kind dazu. Oder sie haben ihre eigenen Wünsche oder Vorstellungen in Dich hinein gegeben oder Dich abgelehnt, weil sie nicht gelernt hatten, wie das geht – lieben.

 

Für das kleine Wesen ist fast alles, was falsch läuft, nicht leicht zu erkennen als das, was es ist – falsch – nicht vordergründig zu sehen, sehr subtil. Das kleine Wesen ist – tatsächlich, um zu überleben – darauf angewiesen, dass es Eltern, eine Mutter – Bezugspersonen hat, die für es da sind – auf allen Ebenen des Seins. Es ist essenziell für das Überleben, dass das kleine Wesen diese Sicherheit empfinden kann. So wird es alles in Bewegung setzen, diese Sicherheit – auch wenn sie gar nicht da ist – zu spüren und die Mutter, die Eltern, seine Welt für dieses Empfinden zu idealisieren und alles tun, um gesehen, um geliebt zu werden.

So entwickelt der kleine Mensch Überlebensstrategien – unabdingbar, um den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen, unabdingbar, um die durch die Bezugspersonen, die Welt zugefügten Verletzungen zu ertragen. Schlaue Strategien und Handlungsweisen, die sich fest im Nervensystem verankern und so einen dauerhaften Halt gegen die Widrigkeiten und Verletzungen bieten.

 

Vielleicht erfolgte Deine Erziehung über Beschämungen oder durch Ablehnung, Kontaktabbruch, körperliche Distanz, lächerlich machen oder Nichtbeachtung in Einsamkeit.

 

Vielleicht hast Du recht früh gelernt, möglichst alles so zu machen, dass Du es für Deine Eltern richtig machst. Wenigstens ein bisschen Anerkennung bekommen, wenigstens für das was Du leistest, wenn schon nicht für das, was Du bist. Immer auf der Hut, um nichts falsch zu machen, immer alles aufmerksam beobachten, jede Stimmung, jedes Wort, jeden Gesichtsausdruck, damit Du so sein kannst, wie es von Dir erwartet wird. Bloß nicht Deinen Eltern zur Last fallen oder sie durch Dein Sein belasten.

 

Oder Du warst in Opposition zu Deinen Eltern, warst frech, rebellisch, hattest immer Widerworte, warst unfolgsam, ein Problemkind, um wenigstens Aufmerksamkeit in Form von Bestrafung zu bekommen – wenigstens ein paar Worte von Deinen Eltern, auch wenn es nur ein Dich Runterputzen war. 

 

Was waren Deine Überlebensstrategien – kennst Du sie? 

 

Was meinst du, wie ist das mit Deinen Überlebensstrategien – kannst Du vielleicht spüren, dass Du sie heute noch lebst – unbewusst oder aus dem Unterbewussten heraus?

 

Wie erging es Dir als Kind – welche Verletzungen wurden Dir zugefügt?

 

Wie ist das mit den Verletzungen, die Dir zugefügt wurden – kannst Du erahnen, dass sie es sind, die Dir heute in manchen Situationen immer wieder Schmerzen bereiten – ohne dass Du die wirkliche Ursache zuordnen kannst – nämlich den Schmerz aus Deiner Kindheit – die „verletzten Kinder“ in Dir?

 

Was meinst Du - sind Dir diese Überlebensstrategien oder die Schreie Deiner verletzten inneren Kinder heute noch dienlich oder sind sie Dir in Deinem Leben hinderlich oder hindern sie Dich sogar an Deinem wahrhaftigen Leben?

Spirituelle und Somatische Traumatherapie - Aussschnitt Methodik und Techniken

nach dem SSTT-Ansatz von Nadja Lasko

 

Perfektionismus, People-Pleasing, Minderwertigkeitsgefühle, Selbstoptimierung, Perspektivlosigkeit, Selbstmitleid, Prüfungsangst, unrichtige Glaubenssätze über uns selbst, die Angst Entscheidungen zu treffen, die Angst vor bestimmten Situationen, das Erleben von immer wieder ähnlichen unguten Situationen, etc., aber auch Depression und Burnout sind in den meisten Fällen die Folgen traumatischer Erfahrungen. Auch körperlich manifeste Symptome, deren Ursprung nicht zu ergründen ist, können oft auf traumatische Efahrungen zurückgeführt werden.

 

Wobei diesen traumatischen Erfahrungen in den meisten Fällen kein einzelnes gravierendes Ereignis, wie ein Autounfall, ein Überfall, der unerwartete Tod eines geliebten Menschen oder dergleichen zugrunde liegen wird, sondern vorherrschend z.B. immer wiederkehrende verletzende Ereignisse oder Situationen, besonders in unserer Entwicklung als Kind, prägend für diese traumatischen Erfahrungen sind.

 

In eine Steinplatte kann auf einen Schlag mit einem Hammer ein großes Loch hinein geschlagen werden – wenn aber über Jahre Säure auf die Steinplatte tropft kann ein ebenso großes Loch entstehen.

 

Grundsätzlich kann konstatiert werden, dass das, was wir sind, der Mensch, der wir geworden sind, dieses, wie wir unser Leben leben, auf körperlicher Ebene als unsere Muster manifestiert sind bzw. diese als tatsächlich Verknüpfungen in unseren Nervenbahnen materiell vorhanden sind. Mit diesem Verständnis von Trauma ist es unabdingbar für das Beschreiten eines nachhaltigen Weges einer Transformation, den gesamten Menschen auf allen Ebenen – Körper, Geist und Seele – zu betrachten.

 

Die Methodik der Somatisch Spirituellen Traumatherapie bedient sich demzufolge verschiedenster Techniken, die – je nach dem, was im individuellen Moment erforderlich ist – einzeln oder in Kombinationen zum Einsatz kommen können:

Die Ebene des Körpers

  • Embodiment (Erdung und Anbindung an den eigenen Körper)
  • Anteilearbeit mithilfe von Gefühlen und Empfindungen
  • Das Erlernen von Maßnahmen, die das Verhalten beeinflussen
     

Die  Ebene des Geistes

  • Die Aneignung von Wissen über Trauma
  • Die Aneignung von Wissen über die neurobiologischen Hintergründe
  • Arbeiten mit der Wahrnehmungspsychologie
  • Arbeiten mit Gedanken und Glaubenssätzen bzw. Glaubenssystemen

 

Die Ebene der Seele

  • Anbindung an das „Ich-Bin“
  • Energiearbeit
  • Spiritualität und Medialität
  • Lesen im morphischen Feld

VON TRAUMA ZU LIEBE Aufstellung
nach Nadja Lasko

 

Die VON TRAUMA ZU LIEBE Aufstellungsmethode basiert auf dem vom Prof. Franz Ruppert entwickelten Aufstellen des Anliegens. Hier werden die einzelnen Wörter des Anliegenssatzes (z.B. „Ich will mich lieben.“) aufgestellt. Dabei zeigen sich die verletzten inneren Anteile sowie die Überlebensanteile des Aufstellenden.

Anders als bei Familienstellen, entscheidet das Unterbewusstsein des Menschen, was sich im Moment zeigen darf und kann, und was es für dich als den nächsten Schritt braucht.

 

 

Volle Unterstützung

 

Anders als beim Familienstellen und in der Anliegensmethode ist die Rolle des Begleiters in einer VON TRAUMA ZU LIEBE Aufstellung eine ganz andere. Dieser ist die gesamte Zeit der Aufstellung an der Seite des Aufstellenden und gibt alle Unterstützung, sprachlich, energetisch, emotional, damit dieser

  • sich erden, zentrieren, an das eigene Ich-Bin anbinden kann und dadurch in die Lage versetzt wird,
  • still und präsent mit den gedanklichen und emotionalen Impulsen im Körper zu werden.

Stille wird dabei definiert als Abwesenheit allen Tuns. Das heißt, wir tun die Heilung nicht, wir manipulieren, wir kontrollieren nicht. Der Begleiter hilft dem Aufstellenden, sich in eine innere Situation zu versetzten, damit Transformation geschehen kann.

 

Dein eigener Erlöser sein

  • Durch diese erwachsene Präsenz und die Anbindung an die Instanz in uns, die immer heil ist, wird es möglich, die eigenen Überlebensstrategien in Echtzeit zu erkennen und loszulassen (= Ausstieg aus der Identifikation)
  • und sich mit den verletzten Anteilen zu verbinden. Der erwachsene Mensch steigt somit aus allen Projektionen aus und übernimmt die Verantwortung für seine inneren Anteile (= Selbstführung und Selbstliebe).

Eigenverantwortlichkeit = sich selbst eine Antwort geben. Diese nicht mehr im Außen zu suchen.

  • Der Fokus des Aufstellungsprozess ist, die Bereitschaft des Menschen zu unterstützen, sich bedingungslos zu sehen, sich bedingungslos anzunehmen – sich mit allem, was sich zeigt, zu lieben.
  • Hiermit ist dies die Reise zur Allverbundenheit, zum All-Eins-Sein.

Dieses liebevolle Ankommen im eigenen Selbst fühlt sich wie das Heimat-Finden an, wie das Ende aller Fragen, aller Suchen, die nach außen gerichtet sind. Von nun an gibt es im eigenen Inneren den verlässlichen, liebevollen/e Partner/In sowie einen Quell der Freude und des Genährtseins, die unabhängig sind von äußeren Umständen.

 

Beispiele für einen Anliegens-Satz:

  • „Ich will die Beziehungsdynamik mit meinem Partner verstehen“
  • „Was ist der Grund für meine Abhängigkeit?“
  • „Ich will fühlen, was der Grund für meine Todesangst ist.“
  • „Ich will wissen, wie mich die Beziehung zu meiner Mutter beeinflusst hat.“
  • „Warum fühle ich mich so schuldig?“
  • „Wie habe ich meine Geburt erlebt?“
  • „Ich will in meine Kraft kommen und mich selbst zum Ausdruck bringen.“
  • „Ich will den Grund meiner Krankheit verstehen.“
  • „Ich will die tiefe Ursache meiner finanziellen Schwierigkeiten erkennen.“
  • Etc. Etc. Etc.

Unmittelbar vor Beginn Deiner Aufstellung schauen wir gemeinsam Deinen Anliegenssatz oder Satzvariationen an. Mit der Suche Deines Anliegenssatzes steigst Du schon in den therapeutischen Prozess und den inneren Wandel ein.

 

Die THEORETISCHEN GRUNDLAGEN: 

der Ansatz Spirituelle und Somatische Trauma Therapie von Nadja Lasko sowie die Polyvagaltheorie von S. Porges.

 

Text nach den Ausführungen von Nadja Lasko zur „VON TRAUMA ZU LIEBE Aufstellung“

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